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Arbeiten mit Tieren in der Schweiz

Du bestimmst Tarife und Zeiten. Behalte bis zu 90 %, Schutzplan bis zu CHF 20’000.

Wer mit Tieren arbeiten will, denkt zuerst an eine Ausbildung. Die Betreuung von Hunden und Katzen für andere Halter ist der Weg, der ohne Abschluss auskommt und sich nach deinem Kalender richtet.

Lieber am Computer? Online bewerben

Mit Tieren zu arbeiten heisst in der Schweiz meistens eines von zwei Dingen: eine Lehre oder ein Studium in einem Tierberuf, oder die Betreuung von Tieren für andere Halter. Der erste Weg dauert Jahre und führt über feste Ausbildungsplätze. Der zweite braucht keinen Abschluss, sondern Zuverlässigkeit, und du kannst ihn neben einer Stelle oder einem Studium aufbauen. Auf Petme betreust du Hunde und Katzen in deiner Nachbarschaft, legst deine Tarife selbst fest und behältst bis zu 90 % jeder Buchung.

Die Nachfrage ist über die Schweiz ungleich verteilt, und das ist die wichtigste Information für den Start. In den grossen Agglomerationen Zürich, Basel, Bern und Genf ist das Volumen am höchsten, aber auch die Zahl der aktiven Sitter. In mittelgrossen Städten wie St. Gallen, Chur, Thun oder Biel kommen weniger Anfragen herein, dafür teilen sie sich auf deutlich weniger Sitter auf. Wer in einer solchen Stadt wohnt, hat es beim Aufbau der ersten Stammkunden oft leichter als jemand in einem Zürcher Kreis.

Die gefragteste Leistung unter der Woche ist die Mittagsrunde, weil Pendlerhaushalte den ganzen Tag ausser Haus sind. Über die Schulferien und um die Feiertage verschiebt sich die Nachfrage klar zur Übernachtungsbetreuung, wenn Familien verreisen. Diese beiden Muster wiederholen sich in jeder Schweizer Stadt, und wer beide abdeckt, hat das ganze Jahr Buchungen statt einer Saison.

Rechtlich ist der Rahmen überschaubar. Das nationale SKN-Obligatorium wurde 2017 abgeschafft, seither regeln die Kantone eigene Kurspflichten, meist für grosse oder als gefährlich eingestufte Rassen. Alle Hunde sind in der AMICUS-Datenbank registriert. Wird das Einkommen regelmässig, meldest du die Tätigkeit als selbständig erwerbende Person bei der Ausgleichskasse deines Kantons an. Die genauen Grenzen klärst du am besten direkt mit der Kasse.

Regionen mit eigener Nachfrage

Nicht jede Schweizer Region funktioniert gleich. Diese hier haben ein eigenes Nachfragemuster, das sich vom Landesdurchschnitt unterscheidet.

Häufige Fragen

Welche Jobs mit Tieren gibt es in der Schweiz ohne Ausbildung?
Die Betreuung von Tieren für andere Halter ist der zugänglichste Weg: Gassi gehen, Katzenbesuche, Tagesbetreuung und Übernachtungsbetreuung. Dafür braucht es keinen Abschluss, sondern Zuverlässigkeit und eine bestandene Identitätsprüfung. Tierberufe mit Lehre wie Tierpfleger oder Tierarztassistenz laufen dagegen über feste Ausbildungsplätze.
Kann ich mit Tieren arbeiten, ohne die Stelle zu wechseln?
Ja. Es gibt weder Mindeststunden noch Dienstplan, du gibst nur die Zeiten frei, an denen du wirklich kannst. Die meisten kombinieren die Mittagspause, den Feierabend oder das Wochenende mit ein paar Stammkunden im eigenen Quartier und pausieren das Profil, wenn eine Woche eng wird.
Wie viel verdient man in der Schweiz mit Tierbetreuung?
Du legst deine Tarife selbst fest und behältst bis zu 90 %. Üblich sind CHF 22 bis 38 pro Gassi-Runde, CHF 35 bis 60 pro Tag Tagesbetreuung und CHF 55 bis 95 pro Nacht. Die Grossstädte liegen am oberen Rand, mittelgrosse Städte etwas darunter, dafür mit weniger Konkurrenz.
In welcher Region der Schweiz ist die Nachfrage am grössten?
Absolut gesehen in den Agglomerationen Zürich, Basel, Bern und Genf. Pro Sitter gerechnet sieht es anders aus: In der Ostschweiz, im Wallis und im Tessin kommen weniger Anfragen herein, aber sie verteilen sich auf deutlich weniger Sitter. Für den Aufbau der ersten Stammkunden ist das oft der bessere Ausgangspunkt.
Brauche ich einen Hundekurs, um mit Hunden zu arbeiten?
Das nationale SKN-Obligatorium wurde 2017 abgeschafft, seither ist es Sache der Kantone. Einzelne Kantone kennen eigene Kurspflichten, vor allem für grosse oder als gefährlich eingestufte Rassen. Kläre die Vorgaben deines Kantons ab, bevor du solche Hunde annimmst. Ein Nachweis schafft ohnehin Vertrauen im Profil.
Bin ich bei der Arbeit mit fremden Tieren abgesichert?
Über den Schutzplan gibt es bis zu CHF 20’000 für erstattungsfähige Tierarztkosten für das betreute Tier. Eine eigene private Haftpflicht ist für die selbständige Tätigkeit trotzdem empfohlen.

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