Hundegesetze in Deutschland
im Überblick. Worauf du und dein Sitter achten solltet.
Hundehaltung in Deutschland wird vor allem auf Landes- und Gemeindeebene geregelt, deshalb sind Steuer, Leinenpflicht und Listenhunde nicht überall gleich. Dieser Überblick erklärt die wichtigsten Regeln verständlich, damit du und dein Tiersitter wisst, was bei Anmeldung, Versicherung und Betreuung gilt.
Warum die Regeln je nach Wohnort verschieden sind
Es gibt kein einheitliches Bundes-Hundegesetz. Den Rahmen setzt das Tierschutzgesetz des Bundes, die konkreten Pflichten regeln aber die Bundesländer in ihren Landeshundegesetzen und die Gemeinden in ihren Verordnungen. Deshalb können Hundesteuer, Leinenpflicht, Versicherung und Rasselisten von Ort zu Ort verschieden sein. Wenn du verreist und dein Hund bei einem Sitter bleibt, lohnt es sich, die örtlichen Vorgaben kurz durchzugehen. Diese Seite ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Auskünfte deiner Stadt oder Gemeinde und der zuständigen Behörde.
Diese Regeln solltest du kennen
Von der Anmeldung bis zur Betreuung: Das sind die Punkte, nach denen Hundehalter in Deutschland am häufigsten suchen. Die Details bestätigt dir immer deine Gemeinde oder die zuständige Behörde.
Hundesteuer
Die Hundesteuer legt jede Gemeinde selbst fest. In den vier größten Städten liegt sie für den ersten Hund zwischen 90 und 174 Euro im Jahr. Einen Aufschlag für den Zweithund gibt es nicht überall, und auch der Satz für Listenhunde ist von Stadt zu Stadt verschieden. Die Anmeldefrist beträgt meist zwei Wochen bis einen Monat.
Hundehaftpflicht
Eine bundesweite Pflicht zur Haftpflichtversicherung gibt es nicht. In mehreren Bundesländern, etwa Berlin, Hamburg und Niedersachsen, ist sie für alle Hunde vorgeschrieben, in den übrigen meist nur für Listenhunde oder als gefährlich eingestufte Tiere. Eine Police lohnt sich ohnehin, weil du für Schäden deines Hundes haftest.
Leinenpflicht
Wo dein Hund frei laufen darf, regeln Land und Gemeinde. In Innenstädten, Parks und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt häufig Leinenpflicht. Während der Brut- und Setzzeit von etwa 1. März bis 15. Juli muss in Wald und freier Landschaft vielerorts angeleint werden. Die örtliche Verordnung ist verbindlich.
Hundeführerschein und Sachkundenachweis
In Niedersachsen müssen alle Hundehalter einen Sachkundenachweis erbringen, unabhängig von Rasse und Größe. In Nordrhein-Westfalen gilt das für große Hunde ab etwa 20 Kilogramm oder 40 Zentimeter Schulterhöhe und für Listenhunde. Andere Länder verlangen ihn vor allem für Listenhunde. Frag bei deiner Behörde nach den genauen Vorgaben.
Listenhunde und Rasselisten
Welche Rassen als potenziell gefährlich gelten, legt jedes Bundesland selbst fest. Eine bundesweite Liste existiert nicht, und Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen führen gar keine Rasseliste mehr. Für Listenhunde können Auflagen wie Leinen- oder Maulkorbpflicht und eine höhere Hundesteuer gelten. Maßgeblich ist das Landeshundegesetz.
Erlaubnis für gewerbliche Betreuung
Wer gewerblich Hunde betreut oder eine Hundepension führt, braucht eine Erlaubnis nach Paragraf 11 Tierschutzgesetz. Zuständig ist das örtliche Veterinäramt, das Sachkunde und geeignete Räume prüft. Gelegentliche unentgeltliche Hilfe unter Bekannten fällt in der Regel nicht darunter. Im Zweifel hilft eine kurze Rückfrage beim Veterinäramt.
Kennzeichnung und Registrierung
In mehreren Bundesländern, darunter Hamburg, Niedersachsen und Brandenburg, ist die Kennzeichnung mit einem Mikrochip Pflicht, teils mit Meldung bei der Behörde. Der Chip allein reicht nicht: Trage die Nummer zusätzlich in ein Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX ein, damit ein entlaufener Hund dir zugeordnet werden kann. Die Registrierung dort ist kostenlos.
Transport in Bus und Bahn
In den meisten Verkehrsverbünden dürfen Hunde mitfahren. Für größere Hunde sind oft ein Fahrschein und eine Leine nötig, kleine Hunde in der Box reisen meist gratis. Maulkorbregeln und Tarife unterscheiden sich je nach Verbund. Prüfe vor der Fahrt die Beförderungsbedingungen, gerade wenn dein Sitter den Hund zum Tierarzt oder Gassi-Treffpunkt bringt.
Hundesteuer in Berlin, Hamburg, München und Köln
Die Beträge, Fristen und Befreiungen der vier größten Städte, so wie die Städte sie selbst veröffentlichen. Stand: Oktober 2026.
Berlin
120 Euro im Jahr für den ersten Hund, 180 Euro für jeden weiteren. Einen höheren Satz für Listenhunde gibt es nicht. Anmeldung innerhalb eines Monats, die Anmeldung im Hunderegister gilt zugleich als steuerliche Anmeldung. Was Hundebetreuung in Berlin kostet
Hamburg
90 Euro im Jahr für jeden Hund, 600 Euro für als gefährlich eingestufte Hunde. Anmeldung innerhalb von zwei Wochen über das Hunderegister, das die Daten an das Finanzamt weitergibt. Was Hundebetreuung in Hamburg kostet
München
100 Euro im Jahr für jeden Hund, 800 Euro für Kampfhunde. Ab 2027 steigen die Sätze auf 144 und 1.200 Euro. Anmeldung innerhalb von zwei Wochen, Hunde aus dem Tierheim München können befreit werden. Was Hundebetreuung in München kostet
Köln
174 Euro im Jahr für jeden Hund. Befreien lassen kannst du Assistenzhunde, Rettungshunde und Hunde aus dem Tierheim. Was Hundebetreuung in Köln kostet
Worauf du und dein Sitter bei der Betreuung achten solltet
Drei Punkte machen die Betreuung rechtlich sauber und für deinen Hund sicher.
Erlaubnis bei gewerblicher Betreuung
Eine gewerbliche Hundepension braucht die Erlaubnis nach Paragraf 11 Tierschutzgesetz. Frag bei einer Pension danach. Bei privater Betreuung unter Bekannten ist sie meist nicht nötig.
Leine, Maulkorb und Listenhund klären
Sag deinem Sitter, ob für deinen Hund Leinen- oder Maulkorbpflicht gilt und ob er als Listenhund eingestuft ist. So vermeidet ihr Bußgelder und Stress beim Gassigehen.
Chip, Registrierung und Unterlagen übergeben
Gib Chipnummer, Impfpass und die Kontaktdaten deines Tierarztes mit. Ist der Hund bei TASSO oder FINDEFIX registriert, lässt er sich im Notfall schnell zuordnen.
Bis zu 20.000 € für Tierarztkosten
Egal welche örtlichen Regeln gelten: Der Petme-Schutzplan kann bis zu 20.000 €zu erstattungsfähigen Tierarztkosten beitragen, wenn dein Hund während einer über Petme gebuchten Betreuung krank wird oder sich verletzt. Was erstattungsfähig ist, regeln die Bedingungen des Schutzplans.
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Wenn du die Regeln kennst, ist der nächste Schritt die passende Betreuung. Diese Seiten helfen dir weiter.
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Hundegesetze in Deutschland: häufige Fragen
Ist eine Hundehaftpflicht in Deutschland Pflicht?
Was kostet die Hundesteuer?
Wo gilt in Deutschland Leinenpflicht?
Brauche ich einen Hundeführerschein?
Was sind Listenhunde?
Braucht ein Hundesitter eine Erlaubnis?
Muss mein Hund gechippt und registriert sein?
Darf ich meinen Hund in Bus und Bahn mitnehmen?
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