Berufe mit Tieren: Ausbildung, Studium oder Tiersitting
Für Tiersitter

Berufe mit Tieren: Ausbildung, Studium oder Tiersitting

12. Oktober 20265 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: Wer mit Tieren arbeiten will, hat in Deutschland mehrere Wege: eine dreijährige Ausbildung zum Tierpfleger oder zur Tiermedizinischen Fachangestellten, das Studium der Tiermedizin, eine Erlaubnis als Hundetrainer oder die Arbeit als Tiersitter, auch neben einem anderen Job. Als Sitter auf Petme legst du deinen Preis selbst fest und behältst bis zu 90 % jeder Buchung.

Stand Oktober 2026.

Berufe mit Tieren im Überblick

BerufWeg dorthinArbeit mit
Tierpfleger/inAusbildung, drei JahreTieren in Forschung und Klinik, Zoo, Tierheim oder Tierpension
Tiermedizinische/r Fachangestellte/rAusbildung, drei JahreTieren und Haltern in der Tierarztpraxis
Tierarzt/TierärztinStudium und ApprobationDiagnose und Behandlung
Hundetrainer/inErlaubnis der zuständigen BehördeHunden und ihren Haltern
Tiersitter, GassigeherBewerbung und Prüfung auf einer Plattform oder selbstständigHunden und Katzen bei Haltern zu Hause oder bei dir

Ausbildungsberufe

Tierpfleger oder Tierpflegerin

Die Ausbildung dauert laut Tierpfleger-Ausbildungsverordnung drei Jahre. Du wählst zwischen drei Fachrichtungen: Forschung und Klinik, Zoo sowie Tierheim und Tierpension. Gelernt wird unter anderem das Pflegen, Halten und Versorgen von Tieren, ihr Verhalten und das Erkennen von Krankheiten.

Tiermedizinische Fachangestellte

Der Ausbildungsberuf ist staatlich anerkannt, die Ausbildung dauert nach der Ausbildungsverordnung ebenfalls drei Jahre. Tiermedizinische Fachangestellte arbeiten in Tierarztpraxen, mit den Tieren und mit ihren Haltern.

Studium und Erlaubnis

Tierarzt oder Tierärztin

Wer in Deutschland als Tierarzt arbeiten will, braucht nach der Bundes-Tierärzteordnung (§ 2) die Approbation als Tierarzt. Der Weg dorthin führt über das Studium der Tiermedizin.

Hundetrainer oder Hundetrainerin

Für Hundetrainer gilt eine Erlaubnispflicht. Wer gewerbsmäßig „für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will“, braucht nach § 11 des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Welche Nachweise sie verlangt, erfährst du beim Veterinäramt deines Kreises oder deiner Stadt.

Tiersitting: arbeiten mit Tieren neben dem Job

Tiersitting ist der Weg, der sich am besten mit einem anderen Beruf, einem Studium oder der Familie verbinden lässt. Du gehst mit Hunden aus der Nachbarschaft Gassi, besuchst Katzen, während ihre Halter verreist sind, nimmst einen Hund für ein Wochenende bei dir auf oder wohnst beim Haussitting bei den Haltern. Wann und wie viel du arbeitest, entscheidest du selbst.

Ob du für regelmäßige Betreuung gegen Bezahlung ein Gewerbe anmelden musst und ob für Übernachtungen zusätzlich eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz nötig ist, hängt vom Umfang ab. Das klärst du mit dem Gewerbeamt und dem Veterinäramt deiner Stadt.

Halter vertrauen dir dabei ihr Tier und oft ihren Schlüssel an. Deshalb läuft auf Petme vor der ersten Buchung eine Bewerbung mit Identitäts- und Hintergrundprüfung. Erfahrung mit Hunden oder Katzen, ein ruhiger Umgang mit Tieren und Zuverlässigkeit sind das, worauf Halter in deinen Bewertungen achten.

Was du als Sitter verdienst

Auf Petme legst du deinen Preis selbst fest und behältst bis zu 90 % jeder Buchung. Diese Spannen gelten je nach Stadt, mit München am oberen und dem Ruhrgebiet am unteren Ende:

AuftragVerdienst
Gassirunde10 bis 24 €
Hausbesuch10 bis 22 €
Tagesbetreuung pro Tag18 bis 45 €
Übernachtung bei dir22 bis 60 €
Haussitting pro Nacht32 bis 75 €

Wie sich das auf einen Monat rechnet, zeigt der Ratgeber Was verdient ein Hundesitter?. Mehr zum Einstieg findest du unter Gassi-geh-Jobs und Jobs in der Haustierbetreuung. Wie die Bewerbung abläuft, steht unter Tiersitter werden.

Für die Tiere, die du betreust, gibt es den Petme Schutzplan mit bis zu 20.000 € für erstattungsfähige Tierarztkosten.

Häufige Fragen

Welche Berufe gibt es mit Tieren?

Zu den bekanntesten Berufen mit Tieren gehören Tierpfleger, Tiermedizinische Fachangestellte, Tierarzt, Hundetrainer und Tiersitter. Tierpfleger und Tiermedizinische Fachangestellte sind Ausbildungsberufe mit drei Jahren Dauer. Tierärzte brauchen eine Approbation, Hundetrainer eine behördliche Erlaubnis.

Welche Berufe gibt es mit Hunden?

Mit Hunden arbeiten vor allem Hundetrainer, Tierpfleger in Tierheimen und Tierpensionen, Tiermedizinische Fachangestellte und Gassigeher oder Hundesitter. Gassi gehen und Hundebetreuung lassen sich auch neben einem anderen Job machen. Auf Petme verdienst du 10 bis 24 € pro Gassirunde, je nach Stadt.

Welche Berufe gibt es mit Katzen?

Mit Katzen arbeiten Tierpfleger, besonders in Tierheimen und Tierpensionen, Tiermedizinische Fachangestellte in Tierarztpraxen und Katzensitter. Katzensitter besuchen Katzen zu Hause, während ihre Halter verreist sind. Ein Hausbesuch bringt auf Petme je nach Stadt 10 bis 22 €.

Kann man neben dem Job mit Tieren arbeiten?

Ja, Tiersitting lässt sich gut mit einem anderen Beruf, einem Studium oder der Familie verbinden. Gassirunden fallen meist morgens, mittags oder abends an, Übernachtungen oft am Wochenende. Auf Petme entscheidest du selbst, welche Anfragen du annimmst, und legst deinen Preis selbst fest.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Tierpfleger?

Die Ausbildung zum Tierpfleger dauert drei Jahre. Du wählst eine der drei Fachrichtungen Forschung und Klinik, Zoo oder Tierheim und Tierpension. So steht es in der Tierpfleger-Ausbildungsverordnung des Bundes.

Was braucht man, um Hundetrainer zu werden?

Wer gewerbsmäßig für andere Hunde ausbildet oder Halter beim Training anleitet, braucht nach § 11 des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Welche Nachweise verlangt werden, sagt dir das Veterinäramt vor Ort. Danach kannst du selbstständig mit Hunden und ihren Haltern arbeiten.

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