Stand Oktober 2026. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was ein Minijob ist
Ein Minijob ist rechtlich eine geringfügige Beschäftigung. § 8 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch regelt, wann sie vorliegt: wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig die Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigt, oder wenn die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Die Geringfügigkeitsgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt. Sie entspricht dem Entgelt bei zehn Wochenstunden zum Mindestlohn.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € (Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Die Minijob-Zentrale nennt für den Minijob mit Verdienstgrenze 603 € im Monat im Durchschnitt, das sind bis zu 7.236 € im Jahr. Wann, wie oft und wie lange gearbeitet wird, spielt dabei laut Minijob-Zentrale keine Rolle.
Warum Sitting über eine App meist kein Minijob ist
Die Minijob-Zentrale beschreibt den Minijob als abhängige Beschäftigung und damit nicht als selbstständige Tätigkeit. Der Arbeitgeber bestimmt Ort, Zeit, Dauer und Tätigkeit. Wer dagegen frei über Arbeitseinsatz und Arbeitszeit entscheidet, arbeitet selbstständig, und auch mehrere Auftraggeber sind ein Merkmal dafür. Genau so läuft es auf Petme: Du nimmst die Anfragen an, die zu dir passen, bestimmst deinen Preis und behältst bis zu 90 % jeder Buchung.
Das bedeutet: Wer „Minijob mit Tieren“ sucht und einen Arbeitsvertrag mit festem Stundenlohn erwartet, findet bei Petme etwas anderes. Eine Anstellung mit Lohn und Dienstplan gibt es dagegen bei Betrieben wie Tierarztpraxen, Tierpensionen oder Hundeschulen, soweit sie Stellen ausschreiben. Dort lohnt sich eine direkte Anfrage. Wie sich Selbstständigkeit steuerlich auswirkt, erklärt der Ratgeber Hundesitter ohne Gewerbe? Anmeldung, Nebenerwerb und Steuern.
Geht das trotzdem als Nebenjob?
Ja, in der Praxis ähnelt Sitting einem Minijob in dem, was Leute daran schätzen: Du arbeitest in kleinen Blöcken und wählst die Zeiten selbst. Die Verdienstgrenze von 603 € gilt für eine Anstellung, nicht für Selbstständige. Wie viel ein Auftrag bringt, hängt von Stadt und Leistung ab. Ein Beispiel aus dem Ratgeber Was verdient ein Hundesitter?: Zwei Gassirunden an fünf Werktagen vier Wochen lang sind in Dortmund 40 Spaziergänge, bei 10 bis 18 € pro Runde also 400 bis 720 € im Monat.
Wochenende
Am Wochenende sind Übernachtungen und Tagesbetreuung gefragt, weil Halter dann verreisen. Du kannst dich auf Übernachtungen beschränken und unter der Woche gar nicht arbeiten.
Abends
Abendrunden und späte Hausbesuche passen zu einem Tagesjob oder zum Studium. Welche Zeiten du anbietest, legst du selbst fest.
Studium und Rente
Wer studiert oder nicht mehr voll arbeitet, kann seine Zeiten freier legen als in einer festen Schicht. Ob und wie sich Einkünfte auf Studierendenstatus, Rente oder andere Leistungen auswirken, solltest du vorher bei der zuständigen Stelle klären. Das hängt von deiner Situation ab.
Was du für Petme brauchst
- Du bist mindestens 18 Jahre alt.
- Du hast ein Smartphone mit der Petme App.
- Du hast die Identitätsprüfung bestanden.
Die Bewerbung läuft unter Tiersitter werden. Für die Tiere, die du betreust, gibt es den Petme Schutzplan mit bis zu 20.000 € für erstattungsfähige Tierarztkosten.
Offene Aufträge nach Stadt
Nach „Minijob“ plus Stadt suchen viele, und diese Städteseiten beantworten genau das. Eine Auswahl:
- Gassi-geh-Jobs in Münster
- Hundetagesbetreuung in Bielefeld
- Haustierbetreuung in Nürnberg
- Katzenbetreuung in Stuttgart
Weitere Städte findest du auf der Übersicht Tierbetreuer-Jobs. Wer erst überlegen will, welcher Weg zu ihm passt, liest Berufe mit Tieren.
Häufige Fragen
Gibt es einen Minijob mit Tieren?
Ja, als Anstellung bei Betrieben wie Tierarztpraxen, Tierpensionen oder Hundeschulen, soweit sie Minijobs anbieten. Auf Petme arbeitest du dagegen als selbstständiger Sitter und kein Minijobber. Du wählst Aufträge und Preis selbst und behältst bis zu 90 % jeder Buchung.
Kann ich als Hundesitter einen Minijob haben?
Nicht über Petme, denn Petme-Sitter sind selbstständig und nicht bei Petme angestellt. Ein Minijob als Hundesitter ist möglich, wenn dich ein Betrieb als Arbeitnehmer anstellt. Dann gilt die Verdienstgrenze von 603 € im Monat, und der Betrieb meldet dich an.
Wie viel darf man im Minijob verdienen?
Im Durchschnitt höchstens 603 € im Monat, auf ein Jahr gerechnet bis zu 7.236 €. So nennt es die Minijob-Zentrale für 2026. Die Grenze berechnet sich nach § 8 SGB IV aus dem Mindestlohn von aktuell 13,90 € und kann sich ändern, wenn der Mindestlohn steigt.
Ist Gassi gehen ein Minijob?
Nicht automatisch. Gassi gehen ist ein Minijob, wenn dich ein Arbeitgeber dafür anstellt und der Lohn unter der Verdienstgrenze bleibt. Wer als Gassigeher eigene Kunden hat und Zeit und Preis selbst bestimmt, ist selbstständig. So arbeiten Sitter auf Petme.
Kann ich mit Tieren am Wochenende oder abends dazuverdienen?
Ja, als Sitter auf Petme entscheidest du selbst, wann du Anfragen annimmst. Am Wochenende sind Übernachtungen und Tagesbetreuung gefragt, abends Gassirunden und Hausbesuche. Wie viel das bringt, hängt von Stadt und Leistung ab, Beispiele zeigt der Verdienst-Ratgeber.
Wie alt muss man sein, um bei Petme Sitter zu werden?
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem brauchst du ein Smartphone mit der Petme App und eine bestandene Identitätsprüfung. Jünger als 18 kannst du auf Petme nicht als Sitter arbeiten, Alternativen für Jüngere nennen wir hier nicht.




